Seidenstraße

„Seidenstraße – Chance oder Risiko für die Wirtschaft in Neuss?!“

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Gemeinsam mit der stellvertretenden chinesischen Generalkonsulin Frau Huang Ying diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden zu diesem sehr aktuellen Thema.

Eingeladen hatte die Mittelstandsvereinigung Neuss, vertreten durch das Vorstandsmitglied Bärbel Edith Kohler, und die Deutsch-Chinesischen-Gesellschaft Neuss unter Leitung ihres Vorsitzenden Ludger Baten, der auch die Moderation der Diskussion übernahm.

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v.l.n.r. Dr. Oppel (Seacon GmbH), Ulrich Gross (Unternehmensberater), Bärbel Edith Kohler

(Vorstand MIT Neuss), Hunag Ying (stellv. Generalkonsulin der Volksrepublik China in Düsseldorf),

Hens Poggensee (UPS Deutschland), Jörg Raspe (IHK Mittlerer Niederrhein), Ludger Baten (Vorsitzender der DCGN)

Trotz sommerlicher Temperaturen waren viele Interessenten in das Restaurant „Essenz“ gekommen, die dem Vortrag der Generalkonsulin folgten, die erst seit 3 Monaten in dieser Funktion in Düsseldorf ist. Ihre exzellenten Deutschkenntnisse erleichterten die Kommunikation, wobei das fachlich ausgewählte Gremium im Podium sich als gut im Thema verankert darstellte.

Im Vortrag kamen die weltumspannenden Handelswege zum Ausdruck, die es einmal bereits im Mittelalter gegeben hatte und deren Wiederbelebung heute in der globalisierten Welt eine Voraussetzung für das Gestalten des 21. Jahrhunderts sind. Dabei sind die technischen Fortschritte die Basis für das zeitliche und räumliche Zusammenkommen der Kontinente. Als wichtiges Detail bezeichnete die Generalkonsulin die freundschaftliche Kommunikation, um Fragen und Bedenken jederzeit klären zu können.

Von der Firma UPS Deutschland war Jens Poggensee, Vice President, der Wortführer für diejenigen, die die Seidenstraße als Chance für den Welthandel bezeichneten, ohne die Risiken dabei aus dem Auge zu verlieren.

Zustimmung bekam er dahingehend auch von Dr. Oppel, Geschäftsführer Seacon GmbH, und auch von Jörg Raspe, Consultant International Business der IHK Mittlerer Niederrhein, der nicht nur für die Logistikunternehmen sprechen konnte, sondern auch für das produzierende Gewerbe.

Ein engagiertes Statement für die Nutzung der neuen logistischen Wege für den Handel, die bei partnerschaftlicher Zusammenarbeit Vorteile für alle beteiligten Akteure kam vom Unternehmensberater Ulrich Gross, der als ehemaliger Geschäftsführer der NDH von Erfahrungen aus seiner beruflichen Tätigkeit berichten konnte.

In der anschließenden Diskussion mit den vielen Gästen im Raum kamen die Bedenken und Hoffnungen zum Ausdruck, die bereits mit den Aktivitäten der chinesischen Regierung gemacht worden waren oder aber die Befürchtungen, die aus der Beobachtung verschiedener Schritte Chinas mit europäischen Staaten. Die Teilnehmer im Podium konnten nicht alle Befürchtungen ausräumen, da viele nur auf politischer Ebene entschieden werden können. Für die Wirtschaft wird gerade im logistischen Bereich die neue Seidenstraße als Chance für die Zukunft gesehen, die auch auf Neusser Unternehmen positive Auswirkungen haben kann.

Zum Abschluss bedankte sich die Generalkonsulin für die Teilnahme an dieser sehr interessanten Diskussion und erbat von allen Teilnehmern im Gespräch zu bleiben, um eventuelle Bedenken besprechen zu können.

Ludger Baten und Bärbel Edith Kohler bedankten sich bei allen Teilnehmern des Abends und ermunterten dazu, in lockerer Runde weiter zu diskutieren.